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Latein

„Wer nicht von dreitausend Jahren
Sich weiß Rechenschaft zu geben,
Bleib im Dunkeln unerfahren,
Mag von Tag zu Tage leben.“

J.W.v.Goethe: West-Östlicher Divan, Rendsch Nameh/ Buch des Unmuts

 

Salvete, o visitores, wir begrüßen Sie ganz herzlich auf unserer Homepage-Seite.

 

Latein im Unterricht

Schnupperstunde: Die Fächer Latein und Französisch teilen sich in Kl. 5 eine Unterrichtseinheit, so dass jede Schülerin mehrere Stunden Latein- und Französischunterricht erhält. Dies erleichtert die Wahl der 2. Fremdsprache.

Durch die „Sprachkompetenz-Stunde“ wird ebenfalls in Kl. 5 ein methodischer Schwerpunkt auf grammatikalische Grundbegriffe und ihre Anwendbarkeit in den Fremdsprachen gelegt. Uns ist wichtig, die Wahl der 2.Fremdsprache zu erleichtern und fachliche Grundlagen im Bereich der Grammatik zu legen, dabei die unterschiedlichen Voraussetzungen aus den Grundschulen einzuebnen.

Sprachkompetenz nimmt auch in den Kl.6-10 einen wichtigen methodischen Platz ein. Wortbildungslehre und die Ableitung der Wortstämme für die jeweiligen Fremdsprachen bzw. ihre Herleitung aus dem Lateinischen sind hier ein zentrales Thema. (s.u. Latein als Sprachkompetenz-Fundament)

Die Stundentafel in Latein verteilt sich auf die Jahre 6-10, mit jeweils 4 bzw. 3 Wochenstunden. Wir haben uns für das einbändige Lehrwerk „Cursus“ entschieden.

Gemäß dem Methodentraining in Kl. 5 arbeiten wir u.a. mit einem Lernplan zur Vorbereitung der Klassenarbeiten. Dies stärkt und verselbständigt bei den Schülerinnen das selbstorganisierte Lernen.

Bei Abwesenheit im Ausland in der latinumsrelevanten Jahrgangsstufe 10 gibt es die Möglichkeit einer schulinternen Latinumsprüfung.

Seit 1996 konnten wir jährlich einen Oberstufenkurs in Latein anbieten, der zum Abitur und zum Großen Latinum führt. Das Zustandekommen eines Lateinkurses in der Oberstufe ist keine Selbstverständlichkeit mehr, so dass oft auch Schülerinnen anderer Schulen zu uns wechseln, um diese Möglichkeit wahrzunehmen.

Regelmäßig nehmen Schülerinnen am Wettbewerb der Stiftung „Humanismus heute“ teil. Mehrfach wurden unsere Preisträgerinnen zu Seminaren und zu weiteren Prüfungsstufen eingeladen. (Ein erster Preis ermöglicht u.a. die Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes.)

Latein klassenübergreifend

Wir vermitteln zwischen den einzelnen Klassen Nachhilfemöglichkeiten durch erfahrene und von uns hierbei unterstützte Schülerinnen. So ist der Austausch und die Lernprogression besonders gut zu begleiten. Dies ist auch in Räumen der Schule möglich.

Mindestens einmal jährlich findet der Lateinflohmarkt während einer Woche in der großen Pause statt. Hierbei verkaufen ältere Schülerinnen an die jüngeren ihre gut erhaltenen Lektürehefte, Wortschätze, Systemgrammtiken oder Lexika zu günstigen Konditionen. Diese Möglichkeit wird so gut angenommen, dass die begehrten „Stowasser“ oft nach wenigen Minuten vergriffen sind!

Latein bei Schulveranstaltungen

Gerne begrüßt die Fachschaft Latein Sie am jährlichen Tag der offenen Tür im Lateinzimmer. Sie finden dies mit Hilfe des Übersichtsplans, der Hinweisschilder Carpe diem und unserer Schülerinnen, die in Toga und Lorbeerkranz gekleidet durch das Schulhaus führen.

Ebenfalls können Sie Aufführungen von Lateinklassen sowie offenen Lateinunterricht sehen.

Im Lateinzimmer können Sie mit uns ins Gespräch kommen und Ihre Fragen bzgl. der Wahl des Faches Latein loswerden. Wir zeigen Ihnen unser Unterrichtsmaterial und besondere Schülerpräsentationen. Es stehen ältere Schülerinnen zum Gespräch bereit, die von ihren Erfahrungen mit dem Fach Latein berichten können.

Schaukästen im Haus geben Einblick in unsere Arbeit.    

Bei dem jährlich stattfindenden Sprachen-Elternabend, der für die Wahl der zweiten Fremdsprache Orientierung geben soll und der Raum für Ihre Fragen lässt, wird das Fach Latein noch einmal ausführlich vorgestellt.

Latein unterwegs

Fachbezogene Exkursionen begleiten und vertiefen die Arbeit in der Schule.

Die Exkursionsziele werden unter jeweils anderen Fragestellungen ausgewählt und sind prozessual und altersgerecht an die Bedürfnisse der Schülerinnen angepasst. Die Anforderungen des Bildungsplans an das Hintergrundwissen in Geschichte und antike Kunst können so mehr Zeit einnehmen, als es sonst möglich wäre.

Die Arbeit mit archäologischem Material, historischen Karten, Modellen u.a. vertieft die Unterrichtsarbeit ganzheitlich an den historischen Hintergründen vor Ort. Die Schülerinnen arbeiten hier mit Herz und Hand ohne Zeitdruck und selbstständig, auch mit eigenen Fragestellungen. Die kundige Betreuung ist neben den begleitenden Fachlehrern auf Wunsch auch durch erfahrene Museumspädagogen möglich.

Ziele Unterstufe: Römerpark Köngen, Villa Rustiac in Hechingen / Stein, Limesmuseum Aalen

Ziele Mittelstufe: Antikensammlung udn Lapidarium in Stuttgart, August Raurica in der N-Schweiz, Mainz, Trier (Munizipalstädte und ihre Verwaltung)

Ziele Oberstufe: Rom, Golf von Sorrent, Athen.

Latein als Grundlage der europäischen Kultur

  • Namen der Wochen- und Monatstage
  • Grundverständnis von Hygiene
  • Bedeutung von Öffentlichkeit und Privatheit
  • Geschlechtertypologie und ihre Grenzen
  • Grundfragen der Moral und des Rechtsdenkens
  • Grundfragen des Weltverständnisses (Erde als Kugel schon bei Aristoteles)
  • Grundfragen philosophischen Denkens im Okzident
  • Konzeptionen in der Kunst, Raum- und Formenverständnis
  • Konzeptionen in der Gestaltung von fiktiver und non-fiktiver Literatur; Rhetorik
  • Verarbeitung von Rohstoffen
  • Grundlagen des wissenschaftlichen Denkens
  • Ansätze und Umgang mit Witz, Humor und allen Variationen
  • Figurentypologie
  • Fragen der Staatengrenzen, territoriale Abgrenzungen, Besetzungspolitik und ihre Grenzen
  • Grundlagen des Verkehrs- und Handelswesens im Mittelmeerraum

Latein als Fundament der Sprachkompetenz

Unterschiede zu benennen und in einer gemeinsamen Struktur wiederzufinden ist eine zentrale Aufgabe des Faches Latein. Und dies hilft nicht nur bei den romanischen Sprachen.
Durch das im Unterrichtsgeschehen fest verankerte Übersetzen wird täglich die Auseinandersetzung mit dem Grenzgang zwischen zwei Sprachen trainiert, ob es sich dabei um Hindi, Türkisch, Vietnamesisch oder Arabisch handelt.

Das umfassendste Training zur Satzanalyse und zur Stärkung des grammatikalischen Vokabulars findet nach wie vor im Lateinunterricht statt! Schülerinnen der Oberstufe behaupten: „Meinen Kohlhaas habe ich nur mit der Satzanalyse aus dem Lateinunterricht verstanden.“

Der Lateinunterricht selbst hat eine 2000jährige Geschichte hinter sich. Durch seine stete Auseinandersetzung mit fremden Sprachkreisen ist die Lateindidaktik erfahren wie keine andere, Latein an „Nicht-Muttersprachler“ zu vermitteln.

Latein als Brücke zur europäischen Mehrsprachigkeit

Bei den Vorteilen, die Latein für den Erwerb anderer Fremdsprachen hat, kann man vom Wort über den Satz zum ganzen Text gehen. Bsp. Wort: der Stamm eines Wortes in einer romanischen Sprache ist fast immer aus dem Lateinischen abgeleitet: frz.: il vient (lat. venit); it.: sempre (lat.semper).; dt. Fenster (lat.: fenestra).

Der Lateinunterricht vermittelt Wortbildungs- und Ableitungsregeln.

Bsp. Satz: Der AcI (Akkusativ mit Infinitiv) kommt in sämtlichen europäischen Sprachen vor.

Der Lateinunterricht zieht Parallelen zwischen den verschiedenen Sprachen.

Bsp. Text: Der traditionelle Aufbau einer Fabel, einer Rede, einer Erörterung, eines Dramas (u.v.a.m.) stammt aus der Antike.

Der Lateinunterricht thematisiert die Geschichte einer Textgattung und zeigt die Grundlagen auf.

Wenn Sie mehr wissen wollen, wie und was die Lateinschülerinnen über Latein denken, lesen Sie die

O-Töne zum Fach Latein aus verschiedenen Jahrgangsstufen (quer durch das Notenspektrum…).

Latein als Grundlage für das Hochschulstudium

In Baden-Württemberg kann an Schulen das Latinum durch Lateinunterricht von Kl.5/6 bis Kl.10 erreicht werden, sofern man das letzte Jahr mit „ausreichend“ abschließt. Das Große Latinum kann an Schulen durch Belegen des 4stündigen Neigungskurses erreicht werden. In Baden Württemberg gibt es kein „Kleines Latinum“ mehr, da dieses durch den Begriff „Latinum“ ersetzt wurde. In manchen Bundesländern existiert jedoch der Begriff „Kleines Latinum“ neben „Latinum“. Das sogen. „Kleine Latinum“ aus anderen Bundesländern kann nicht das „Latinum“ ersetzen. Wichtig: Nur die Begriffe „Latinum“ und „Großes Latinum“ sind durch die KMK-Beschlüsse bundesweit geschützt und durch Richtlinien (EPAs) festgelegt.
Viele Studiengänge verlangen das Latinum von Beginn an, manche Studiengänge verlangen es – verwirrenderweise – jedoch erst im qualifizierenden 2. Teil des Studiums (Master- oder Promotions-Studiengang).

Grundsätzlich gilt: für die Fremdsprachen-Studiengänge, Geschichte, Theologie, Philosophie und Germanistik ist nach wie vor mindestens das Latinum eine Studienvoraussetzung.

Für Einzelfragen und einzelne Studiengänge/ Hochschulen: siehe www.altphilologenverband.de/ Unterpunkt: Latein; Latein als Studienvoraussetzung.

Während des Studiums rechnet man für den Erwerb des Latinums bei mittlerer Begabung mit 2 Semestern zu ca. 4-6 Wochenstunden. Die für die Latinumsprüfung notwendigen sprachlichen und kulturhistorischen Kompetenzen werden in kurzer Zeit in hohem Tempo unterrichtet. Dies verlangt von den Dozenten ein auf den Stoff zentriertes, effizienzorientiertes und daher stark lenkendes Vorgehen. Die Nachbereitung muss von den Studenten zuhause geleistet werden. Die Erfahrung zeigt, dass der quantitative Einsatz für das Latinum die eigentlichen Studienfächer in dieser Zeit in den Hintergrund drängt.
Dennoch ist die Durchfallquote bei Latinumsprüfungen hoch, für Prüfungen zum Großen Latinum sehr hoch. (Genaue Zahlen aus Link zu ergänzen)

Zum Vergleich: Latein lernt man als Schüler leichter als im fortgeschrittenen Alter, u.a. deshalb, weil es in der Schule vernetzt und ganzheitlich gelernt werden kann. Die längere Beschäftigung mit der lateinische Sprache und der antiken Kultur führt zu einer kontinuierlichen Vertiefung und die zahlreichen Querverbindungen zu anderen Fächern zu einer stabilen Präsenz im Langzeitgedächtnis.
Die Auswertung der Durchfallquoten der letzten 10 Jahre hat gezeigt, dass von etwa 30 Schülerinnen einer Lateinklasse etwa 1-2 das Latinum nicht im ersten Durchgang erreichen.

 

O-Töne zum Fach Latein aus verschiedenen Jahrgangsstufen (quer durch das Notenspektrum…)

1. An Latein finde ich nützlich,

- dass ich erst dort gelernt habe, wirklich richtig und gut zu argumentieren. Auch mal, jemanden wie die alten Römer in Grund und Boden zu reden.
(Anna-Lena, Kst.1)

- dass man sich nicht nur in anderen Sprachen, sondern auch in den naturwissenschaftlichen Fächern (Chemie) viele andere Wörter ableiten kann. (anonym)

- man Übung im Vokabellernen bekommt und ein Gefühl für Grammatik.
(Isabel, Kl.10)

- dass es keine gesprochene Sprache mehr ist und man deshalb keine eigenen Texte in Latein schreibt.
(Leonie, Kl.9)

- dass man auch die deutsche Sprache kennenlernt.
(Tatjana, Kl.9)

- Latein finde ich nützlich, weil man lernt, „woher“ viele Worte kommen (Abstammung), weil man durch Latein noch einmal die Grammatik lernt und dann auch versteht, was mir im Deutschunterricht alleine nie gelungen wäre. (Caroline Hartmann, Abitur 2010)

- dass man Fremdwörter besser verstehen und herleiten kann. Außerdem gewinnt man sehr leicht bei „nobody is perfect“.
(Mimi, Abitur 2010)

- man sowohl Texte übersetzen und auch Zeitzusammenhänge so besser erfassen kann.
(Anonym)

- man eine neue Zeit kennenlernt und wie die Leute da gelebt haben.
(Imke, Kl.8)

- es das allgemeinbildendste Fach überhaupt ist, insofern es Geschichte, Grammatik, Rhetorik, Kunst, Sprache, Philosophie, Literatur, ... miteinschließt. (Katharina Burster, Abitur 2010)

- man es für andere Sprachen gebrauchen kann.
(Anonym)

- dass man lernt, strukturiert zu denken und zu lernen.
(Johanna, Kl.9)

- ...dass ich damit gut angeben kann.
(Tabea, 31 Jahre)

2. An Latein gefällt mir,

-…dass man knobeln und seine Übersetzung immer optimieren kann. Dadurch bekommt man einen neuen Zugang zur Sprache. Ich lerne über die Antike, die mich besonders interessiert. Es ist die geballte Ladung europäischer Kultur, zu der man einen neuen, eigenen Zugang bekommt. Türen gehen auf.
(Claire Janka, Kst.2)

- dass es einem sehr viel im Alltag hilft.
(Johanna, Kl.9)

- …dass man Inschriften übersetzen kann!
(anonym)

- dass man alles lernen kann.
(Anonym)

- dass es auf Geschichte basiert
(Anonym)

- dass man Vokabeln schnell lernen kann, weil sie Ähnlichkeiten zu anderen Sprachen haben und man daher leicht Erfolge erzielen kann.
(Tatjana, Kl.9)

- … , dass es (unter Anleitung) Möglichkeiten zu geistigen Höhenflügen bietet… besonders das Übersetzen, weil ich da kreativ und pingelig gleichzeitig sein kann.
(Tabea, 31 J.)

- die Vorgehensweise beim Übersetzen, weil sie sehr logisch ist; dass man Latein nicht sprechen muss; dass man viel über die Römer, Philosophen, etc. lernt; dass man viel über verschiedene Philosophien diskutieren kann, dass man beim Übersetzen freier und kreativ sein kann.
(Caroline Hartmann, Abitur 2010)

- dass es logisch aufgebaut ist. Und wenn man die Grammatik verstanden hat, ist es relativ einfach.
(Franziska, Kl.10)

- dass es eine völlig andere Sprache ist als Englisch oder Französisch. Es sind die Wörter, die mich faszinieren.
(Simona Sickinger, Abitur 2010)

- dass man aus der Beschäftigung mit der Antike und einer „alten Sprache“ so viele Aspekte schöpfen kann, die auf die gegenwärtige Situation, das aktuelle Tagesgeschehen, den eigenen Lebensalltag anwendbar sind.
(Katharina Burster, Abitur 2010)

- dass man keine Diktate schreibt.
(Imke, Kl.8)

- dass es sehr viele Facetten hat, woran man sein Interesse knüpfen kann, denn im Laufe der Jahre werden viele, völlig verschiedene Themen behandelt.
(Carina, Abitur 2010)

- dass die Satzstellung manchmal total durcheinander sein kann und dass es aber trotzdem Sinn ergibt. Anders als im Deutschen.
(Leonie, Kl.9)

- dass es so abwechslungsreich ist: Im Unterricht werden Texte übersetzt und stilistisch auch vor dem geschichtlichen Hintergrund untersucht.
(Schülerin, Kl.9)

3. Für Französisch, Englisch, Deutsch hat mir Latein geholfen, weil…

- ...Grammatik!! Ich sag nur: blitzschnell.
(Tabea, 31 J.)

- man in den neuen Sprachen das lateinische Wort erkennen kann.
(Anonym)

- man sich die Bedeutung fremder Vokabeln oft herleiten kann und grundsätzlich ein besseres Sprachgefühl bekommt.
(Judith, Abitur 2010)

- die Grammatik so ähnlich ist.
(Leonie, Kl.9)

- die Vokabeln so ähnlich sind, z.B. lat. quando, frz. quand=wann.
(Imke, Kl.8)

- es mir hilft, die Grammatik besser zu verstehen.
(Johanna, Kl.9)

- man viele Dinge erst richtig versteht, wenn man sich die eigentliche Bedeutung aus dem Lateinischen herleiten kann.
(Laura, Kst.2)

- ich die Vokabeln ableiten kann.
(Hannah Leidenberger, Kl.8)

- die Vokabeln viel einfacher zu lernen sind. Die noch ungelernten Vokabeln rufen einem schon allein beim Ansehen mindestens ihre ungefähre Bedeutung zu.
(Mimi, Abitur 2010)

- man automatisch lernt, wie man anderssprachige Texte übersetzen kann.
(Tatjana, Kl.9)

- ein allgemeines Verständnis für grammatische Grundstrukturen vermittelt wird, das häufig 1:1 auf die genannten Sprachen übertragbar ist…
(Katharina Burster, Abitur 2010)

- ich mir zwischen den Sprachen viele Eselsbrücken bauen kann.
(Anna-Lena, Kst.1)

4. Für andere Fächer hat mir Latein gebracht, dass…

- ich gelernt habe, mich auch mal auf den Hosenboden zu setzen. Durch dieses Lernverhalten habe ich erfahren, dass man sich praktisch alles erschließen kann, wenn man nur will.
(Claire Janka, Kst.2)

- es die Fähigekeit verbessert, Zusammenhänge zu verstehen/logisch zu denken.
(Judith, Abitur 2010)

- ich mir Fachbegriffe besser merken konnte.
(Anonym)

- ich das Lernen gelernt habe.
(Tatjana, Kl.9)

- ich die Grammatik (z.B. Zeiten) anwenden kann.
(Anonym)

- ich ein relativ großes Allgemeinwissen habe, welches ich auf Gk, Geschichte, Religion, Musik … anwenden kann.
(Anna-Lena, Kst.1)

- ich mein Hintergrundwissen einbringen konnte, das ich mir in Latein aufgebaut habe.
(Simona Sickinger, Abitur 2010)

- mir das logische Denken und Strukturieren hilft.
(Johanna, Kl.9)

- ich mir auch in den Naturwissenschaften die Fremdwörter herleiten kann.
(Isabel, Kl.10)

- ich methodische Verfahren erlernt habe, die auch auf andere Fächer anwendbar sind, dass meine Denk- und Argumentationsweise geschult wurde in Hinblick auf Strukturiertheit, Prägnanz, Blick für das Wesentliche, insgesamt eine analytische Herangehensweise, die Bezüge insbesondere zur Mathematik, aber auch zu anderen Naturwissenschaften und zur Musik schafft.
(Katharina Burster, Abitur 2010)

- man sich die Fremdwörter ableiten kann, die die Lehrer manchmal verwenden.
(Leonie, Kl.9)

- … Auch mit langen und anfangs unübersichtlichen Sätzen lernt man mit der Zeit ohne Probleme umzugehen.
(Carina, Abitur 2010)

- ich die deutsche Grammatik vollständig wiederholt habe.
(Hannah Leidenberger, Kl.8)

5.a) Ich war gar nicht gut in Latein und habe es nach der 10. Klasse abgewählt. Dennoch würde ich Latein wieder als 2. Fremdsprache wählen, weil…

- ich das Latinum und Französisch habe und die anderen nur Französisch: Latein hat einen gewissen „Angeber-Faktor“.
(Judith Faber, Kst.2)

- das alte Rom zur Allgemeinbildung gehört und (…) man langsam an Sachen herangeht.
(Anonym, Mittelstufe)

- man dadurch auch etwas über die römische Geschichte lernen kann.
(Anonym, Mittelstufe)

oder

5.b) Ich war immer ganz gut in Latein und mir hat an diesem Fach zugesagt, dass

- man das Gefühlt bekommt, an etwas Großem, Erhabenen teilhaben zu können.
(Claire Janka, Kst.2)

- die Unterrichtsweise und der Unterrichtsstoff anders war als in anderen Fächern.
(Anonym, Kl.9)

- der Unterricht nicht auf Latein stattfindet.
(Imke, Kl.8)

- die Thematik und der Unterricht anders war als in anderen Fächern.
(Judith, Abitur 2010)

- ich sowohl Latein als auch Französisch lernen kann.
(Leonie, Kl.9)

- der Unterricht und die Arbeiten anders waren.
(Isabel, Kl.10)

- das Interdisziplinäre stärker ausgeprägt ist als in anderen Fächern und dass Latein als Sprach-/Geisteswissenschaft diesen Ansatz mit einer (mathematisch-)analytischen Vorgehensweise verknüpft. (Katharina Burster, Abitur 2010)

- der Unterricht sehr logisch ist.
(Franziska, Kl.10)

 

oder


5.c) Ich war in der Mittelstufe gar nicht gut in Latein und habe es dann als 4 stündiges Neigungsfach gewählt. An Latein in der Oberstufe hat mir besonders gefallen, dass…

- es sehr vielseitig ist, dass man z.B. nicht nur die Sprache an sich lernt, sondern sich auch viel mit Geschichte, Kultur und Philosophie beschäftigt, das kommt bei anderen Sprachen meist zu kurz.
(Laura, Kst.2)

- es nie aufgehört hat spannend zu sein und ich meinen Horizont ständig erweitert habe. (Simona Sickinger, Abitur 2010)

- ich nochmal viel wiederholen kann und mich richtig intensiv mit der Sprache beschäftigen kann.
(Anna-Lena, Kst.1)

- nicht nur sprachliche, sondern auch philosophische, historische und mythologische Inhalte vermittelt wurden.
(Anonym, Kst.2)

- man sich viel mit Philosophie beschäftigt, (…) man den Stowasser zum Übersetzen benutzen darf, sich viel mit geschichtlichen Hintergründen beschäftigt, die Lateinlehrer gut und kompetent sind und deshalb viel Wissen weitergeben können, der Kurs so klein ist.
(Caroline Hartmann, Abitur 2010)

- man trotz Übersetzungsschwäche eine gute Note bekommen kann, da es immer noch die herrlichen Realien gibt, welche das Fach total lebendig und interessant machen.
(Mimi, Abitur 2010)

- ich vor allem mein geschichtliches Interesse vertiefen konnte und viel diskutiert und interpretiert wurde. Die Oberstufe ließ mehr Platz für die Interessen des Kurses.
(Carina, Abitur 2010)

6. Ich würde meine Kinder auch Latein lernen lassen, weil…

- es toll ist und ich sonst nicht das Gefühl hätte, ihnen das Optimum ermöglicht zu haben.
(Claire Janka, Kst.2)

- ...es hervorragend das Gehirn trainiert.
(Tabea, 31 J.)

- es einem nicht nur in anderen Fremdsprachen hilft, sondern auch für deutsche Grammatik, Fremdwörter und das logische Denken.
(Johanna, Kl.9)

- man auf allen Gebieten davon profitiert. Allein die Fähigkeit, analytisch zu denken, hilft einem überall im Leben weiter. Zudem ist Latein, was tiefere Bildung betrifft, sozusagen ein „must-have“, im Studium wie im Leben.
(Judith, Abitur 2010)

- es gut für die Allgemeinbildung ist (und ganz nebenbei auch beim zukünftigen Arbeitgeber eventuell einen guten Eindruck hinterlässt. Sowas kann nie schaden).
(Laura, Kst.2)

- es eine gute Grundlage für andere Sprachen ist und man sehr viel über die Antike lernt, was man sonst nirgendwo lernt.
(Simona Sickinger, Abitur 2010)

- es einem in vielen anderen Bereichen weiterhilft.
(Tatjana, Kl.9)

- es mir so viel Freude bereitet hat, weil es für mich eine große Bereicherung dargestellt hat, weil ich in Latein mehr als in allen anderen Fächern gelernt habe, weil ich etwas fürs ganze Leben gelernt habe. (Katharina Burster, Abitur 2010)

- es den Blick schärft. Sprachliche Kompetenzen werden ausgebaut, aber auch die Fähigkeit zum Interpretieren und kritisches Hinterfragen wird gefördert. Man lernt, besser zu denken, die eigenen Gedanken zu strukturieren und zu formen.
(Carina, Abitur 2010)

- es ihnen helfen wird, andere Sprachen zu lernen.
(Hannah Leidenberger, Kl.8)

- es wirklich viele Verbindungen zu anderen Fächern gibt. Sprachgefühl, Logik, Ausdauer, … sind nur einige Beispiele dafür.
(Anna-Lena, Kst.1)

7. Rückblickend betrachtet war Latein für mich…

- manchmal zwar die Ursache von gewissen Krisen, aber trotzdem das Fach, in dem ich sicherlich das meiste für mich persönlich gelernt habe.
(Claire Janka, Kst.2)

- eine unglaubliche Bereicherung.
(Judith, Abitur 2010)

- ein spannendes und interessantes Fach mit Höhen und Tiefen.
(Simona Sickinger, Abitur 2010)

- oft anstrengend, aber vor allem spannend und lehrreich.
(Schülerin aus Kst.2)

- eine gute Hilfe und ein tolles Fach (das ist es immer noch!).
(Anonym)

- die absolut beste Entscheidung, weil es so ein bisschen ein Lebenslehrer ist ?.
(Anna-Lena, Kst.1)

- doch keine Zeitverschwendung und vielleicht mache ich (…), wenn ich in Rente bin, auch noch das Große Latinum!
(Judith Faber, Kst.2)

- oft anstrengend, aber vor allem spannend und lehrreich.
(Anonym, Kst.2)

- zwar sehr viel zu lernen, jedoch denke ich, dass die positiven Seiten überwiegend waren, so dass es sich gelohnt hat.
(Johanna, Kl.9)

- am Anfang schwer und manchmal angsteinflößend, zum Ende hin wurde Latein jedoch immer interessanter und verständlicher, und ich würde es jederzeit wieder als Neigungsfach in Klasse 12 wählen und mein Latein-Abi nochmal schreiben.
(Caroline Hartmann, Abitur 2010)

- eine Bereicherung auf international sprachlicher und auf der Wissens-Ebene.
(Mimi, Abitur 2010)

- ein Lernfach, aber ein Fach, für das ich gerne lerne.
(Tatjana, Kl.9)

- mein Lieblingsfach, in dem mir am meisten Allgemeinbildung in meiner gesamten Schulzeit vermittelt wurde, das mich immer wieder neu (heraus)gefordert hat, in dem ich nicht nur unheimlich viel Wissen erfahren habe, sondern auch eine bestimmte Denk- und Argumentationsweise sowie methodische Verfahren erlernt habe, die fächerübergreifend und auch als Vorbereitung für das Studium (egal welchen Faches) von großem Nutzen waren bzw. sind.
(Katharina Burster, Abitur 2010)

- zwar auch so manches Mal eine schwere Zeit, allerdings die beste Entscheidung, die ich treffen konnte und die ich heute auch immer wieder so treffen würde.
(Carina, Abitur 2010)

- eine Hilfe fürs Sprachenlernen.
(Hannah Leidenberger, Kl.8)

- anstrengend, aber nützlich.
(Anonym, Mittelstufe)

- eine gute Sache.
(Anonym)

- hilfreich in verschiedenen Bereichen und als interessantes Fach, das Spaß macht.
(Franziska, Kl.10)

- ein sehr interessantes, nützliches und spaßiges Fach (meistens).
(Isabel, Kl.10)

- toll… .
(Imke, Kl.8)

- eine Bereicherung.
(Leonie, Kl.9)

- ein interessantes und lohnenswertes Fach.
(Anonym, Kl.9)

Die Namensnennung erfolgte nach Wunsch der Schülerinnen.

 

( Stephanie Schwarz-Hauns für die Fachschaft Latein)